Eine Akquisitionsfinanzierung ist die strukturierte Mischung aus Eigen- und Fremdkapital, mit der ein Käufer einen Unternehmenserwerb finanziert. Im Mittelstand und bei LBO-Transaktionen besteht sie typischerweise aus mehreren Tranchen: Senior Debt als vorrangiger Bankkredit, optional Mezzanine als Hybrid-Tranche, oft ergänzt durch einen Vendor Loan und schließlich Sponsor Equity.
Was umfasst eine Akquisitionsfinanzierung?
Typische Strukturen
Im Lower Mid-Market dominiert die klassische Bankfinanzierung mit 3–4× EBITDA Senior Debt. Bei größeren Transaktionen kommen Unitranche-Strukturen von Debt Funds oder Senior-Mezzanine-Kombinationen zum Einsatz. Der Verschuldungsgrad (Net Debt / EBITDA) ist die zentrale Steuerungskennzahl und bestimmt die Covenants der Finanzierungsverträge.
Häufige Fragen
Wie hoch ist der typische Fremdkapitalanteil im Mittelstand?
Im Lower Mid-Market typischerweise 50–65 % des Kaufpreises als Senior Debt, ergänzt um 0–15 % Mezzanine oder Vendor Loan. Sponsor Equity macht den Rest. Bei höheren Multiples sinkt der Fremdkapitalanteil — Banken finanzieren maximal 4–5× EBITDA.
Wer organisiert die Akquisitionsfinanzierung?
Der Käufer mit seinem Debt-Advisor oder Mandat-Berater. Bei Plattform-Käufen organisiert oft der Finanzinvestor selbst. Verkäufer können bei sehr großen Mandaten eine Stapled Financing vororganisieren, die Bieter dann übernehmen können.