EBITDA misst die operative Ertragskraft eines Unternehmens vor Berücksichtigung der Finanzierungsstruktur, der Steuerlast und der Abschreibungspolitik. Damit eignet sich die Kennzahl gut zum Vergleich von Unternehmen mit unterschiedlicher Kapitalstruktur und ist die wichtigste Bezugsgröße für Multiples im Mid-Market. Häufig wird EBITDA noch in Adjusted EBITDA umgewandelt, bevor sie als Bewertungsbasis dient.
Was misst EBITDA?
Grenzen des EBITDA
EBITDA ignoriert echten Investitionsbedarf. Bei kapitalintensiven Geschäftsmodellen kann es die Ertragskraft überzeichnen. Charlie Munger hat es als „bullshit earnings" bezeichnet — eine Provokation, die im Mittelstand zu denken geben sollte: EBITDA ist Standard, aber kein Selbstzweck. In Kombination mit EBIT und Free Cash Flow ergibt sich ein verlässliches Bild.
Häufige Fragen
Warum dominiert EBITDA-Multiple den Mid-Market?
Weil EBITDA-Multiples zwischen Unternehmen vergleichbarer sind als andere Kennzahlen — sie eliminieren Verzerrungen durch Kapitalstruktur, Steuerregime und Abschreibungspolitik. Investoren können Bewertungen über verschiedene Branchen und Jurisdiktionen normalisieren.
Wie wird Adjusted EBITDA ermittelt?
EBITDA wird um nicht-operative, nicht-wiederkehrende oder bilanzpolitische Effekte bereinigt — Sondereffekte, einmalige Aufwendungen, übergroße Inhaber-Vergütung, M&A-Kosten. Siehe <a href='/glossar/adjusted-ebitda' class='gloss-link'>Adjusted EBITDA</a>.