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M&A · Unternehmensverkauf

Den Verkauf Ihres Unternehmens strukturiert führen.

Der Unternehmensverkauf ist zumeist ein einmaliges Ereignis — wir unterstützen Unternehmer von der Entwicklung der Verkaufsstrategie bis zum Closing auf Augenhöhe.

Selbstverständnis

Vom Mandat bis zum Closing.

Als erfahrene M&A-Berater navigieren wir Sie durch alle Phasen des Unternehmensverkaufs.

Der Verkauf des eigenen Unternehmens ist zumeist ein einmaliges Ereignis und für den verkaufenden Unternehmer finanziell und emotional gleichermaßen bedeutsam. Hierbei gilt es nicht nur den maximalen Verkaufspreis zu erzielen, sondern auch die geschaffenen unternehmerischen und immateriellen Werte — ein Lebenswerk — nachhaltig fortführen zu lassen. Das Ziel ist die optimale Kombination aus Preis, Zahlungskonditionen, Transaktionsstruktur, sozialer Verträglichkeit und Sicherheit.

Mittelständische Verkäufe unterscheiden sich substanziell von Konzerntransaktionen. Es geht weniger um synergetische Bewertungsmodelle als um Vertrauen, Übergabezeit und die Frage, was vom Unternehmen unter neuer Eigentümerschaft bleibt. Käufer wollen Personen kennen, Mitarbeiter wollen Sicherheit, Familien wollen Klarheit. Diese Themen lassen sich nicht im PowerPoint abbilden.

Der Unternehmensverkauf ist nicht nur ein großer emotionaler Schritt für Gesellschafter und die Unternehmensleitung, sondern bedeutet auch eine arbeitsintensive Zeit für alle Beteiligten. Aus Erfahrung wissen wir um die Zusatzbelastung für das Unternehmen und seine Mitarbeiter durch einen solchen Verkaufsprozess. Daher sehen wir es als unsere Aufgabe an, Ihnen den Rücken so weit wie möglich freizuhalten und die Einflüsse auf Ihr Tagesgeschäft zu minimieren.

Wir begleiten Sie als senior-geführter Sparringspartner durch den gesamten Prozess. Vom ersten vertraulichen Gespräch über die strategische Vorbereitung, die strukturierte Käuferansprache, die Verhandlungen, die Due Diligence, den SPA bis zum Closing und der betrieblichen Übergabe. Ein Ansprechpartner auf Partner-Ebene — und das fortwährend.

€ 2 Mrd.+
Begleitetes Transaktionsvolumen
15+
Jahre M&A-Praxis
50+
Abgeschlossene Transaktionen
95+
Begleitete Eigentümerfamilien
Sechs Phasen

Wie wir den Verkauf führen.

Vom Erstgespräch bis zum vollzogenen Closing — strukturiert, vertraulich, mit klaren Verantwortlichkeiten.

  1. 01

    Mandat & Vorbereitung

    Im Rahmen eines Verkaufsmandats analysieren wir Ihr Unternehmen zunächst aus unterschiedlichen Blickwinkeln — Dienstleistungen und Produkte, Kunden- und Lieferantenstrukturen, Vertriebsstrategien und -strukturen, Management und Mitarbeiter, Kostenstruktur und aktuelle Marktsituation. Ziel ist die Erstellung einer ausführlichen und maßgeschneiderten Verkaufsunterlage (Information Memorandum). Wir identifizieren Werthebel und Risiken und klären die Verkaufsstruktur unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Übergabevorstellungen.

  2. 02

    Verkaufsstrategie & Unternehmensbewertung

    Wir analysieren den Status Quo, erörtern die strategischen Ziele des Unternehmens und führen einen Abgleich der Gesellschafter durch. Anschließend erarbeiten wir ein Käufer-/Investorenprofil. Abschließend definieren wir gemeinsam das weitere Vorgehen. Im Rahmen der Analyse Ihres Unternehmens erstellen wir eine transaktionsorientierte Unternehmensbewertung auf Basis anerkannter Bewertungsverfahren (DCF- oder Multiplikator-Verfahren). Diese Bewertung dient Ihnen und uns als Grundlage für eine realistische Einschätzung des zu erwartenden Kaufpreises — und als Diskussionsgrundlage mit der potenziellen Käuferseite in den ersten Sondierungsgesprächen.

  3. 03

    Käuferansprache

    Einer der entscheidendsten Aspekte beim Unternehmensverkauf ist die Ansprache der richtigen potenziellen Käufer. Ein zu weit gefasster Kreis potenzieller Erwerber erhöht das Risiko von Indiskretionen im Markt — ein zu kleiner Kreis das Risiko des Scheiterns der Transaktion oder dass die kaufpreisfördernde Wettbewerbssituation nicht lange genug aufrechterhalten werden kann. Die Erstansprache erfolgt anonym; Interessenten erhalten das Information Memorandum erst nach unterzeichnetem NDA. Auf Basis einer gut abgestimmten Verkaufsstrategie präsentieren wir Ihnen eine profunde Long-List potenzieller Käufer, die wir gemeinsam individuell modifizieren.

  4. 04

    Indikative Angebote

    Als Ergebnis der Marktansprache und der Konkretisierungsgespräche erhalten Sie idealerweise mehrere indikative Kaufangebote — sogenannte Non-Binding Offers (NBO) — die immer unter dem Vorbehalt weiterer Prüfung stehen. Wir analysieren die Angebote gemeinsam mit Ihnen und bewerten sie nicht nur nach Preis, sondern nach Strategiefit, Übergabeplanung und kultureller Passung. In gemeinsamer Abstimmung legen wir fest, mit welchen Parteien wir weiterführende Gespräche führen — über Management-Meetings und den Austausch weiterer sensibler Daten.

  5. 05

    Due Diligence & SPA

    Im Anschluss an die Management-Meetings stehen Sie vor der Entscheidung, mit welchen der Parteien Sie in die detaillierte Erwerbsprüfung (Due-Diligence-Phase) gehen möchten. Die Due Diligence durchleuchtet Ihr Unternehmen — insbesondere Finanzen, Steuern, Recht, Verträge, Personal und Risiken. Wir steuern den Datenraum, koordinieren die Beraterteams und kanalisieren den Expertenaustausch für Detailfragen; die Ergebnisse münden üblicherweise in einem bindenden Kaufangebot. Parallel verhandeln wir den Share Purchase Agreement (SPA): Kaufpreismechanismus (Locked Box oder Closing Accounts), Garantien und Freistellungen, MAC-Klauseln, Earn-out-Strukturen, Wettbewerbsverbote, Übergangsregelungen für Sie als Verkäufer.

  6. 06

    Signing, Closing & Übergabe

    Die Unterschriften unter dem Unternehmenskaufvertrag und die Zahlung des Kaufpreises bilden den erfolgreichen Abschluss eines typischerweise mehr als neun Monate währenden Transaktionsprozesses. Zwischen Signing und Closing müssen diverse Vollzugsbedingungen erfüllt werden — beispielsweise Kartellfreigaben, Bankzustimmungen oder gegebenenfalls Zustimmungen weiterer Gesellschafter. Beim Closing fließt der Kaufpreis, und die Gesellschaftsanteile wechseln. Auf Wunsch begleiten wir die betriebliche Übergabe.

Vertrauliches Handshake-Closing zwischen zwei Senior-Professionals im hellen Tageslicht — Symbol für M&A-Partnerschaft
Vom Signing zum ClosingDer Moment, in dem aus Verhandlung Verpflichtung wird.
Typische Situationen

Aus welchen Anlässen Mandanten zu uns kommen.

Vier wiederkehrende Konstellationen — jeweils mit eigener Logik für Vorbereitung, Käuferkreis und Übergabegestaltung.

  • 01

    Generationenwechsel ohne familieninterne Nachfolge

    Das Unternehmen läuft, der Inhaber ist über 60, in der Familie steht niemand bereit. Ein strukturierter Verkauf an einen strategischen Käufer oder eine Beteiligungsgesellschaft sichert Werte und Arbeitsplätze. Wir bereiten drei bis fünf Jahre vor dem geplanten Übergabezeitpunkt vor — wer früh beginnt, verkauft aus der Position der Stärke.

  • 02

    Konzentration auf das Kerngeschäft

    Eine Tochtergesellschaft, ein Geschäftsbereich oder eine Beteiligung passt nicht mehr zur Strategie der Gruppe. Wir strukturieren den Carve-out, bewerten, suchen den passenden Käufer und führen die Trennung sauber durch — operativ wie rechtlich. Der Konzern bleibt fokussiert, die abgespaltene Einheit findet einen Eigentümer, der sie weiterentwickelt.

  • 03

    Strategische Allianz mit Industriepartner

    Wachstum braucht Kapital, Vertriebskanäle oder Technologie, die Sie alleine nicht schnell genug aufbauen. Ein Mehrheits- oder 100 %-Verkauf an einen Industriepartner kann die richtige Antwort sein — wenn Strategie, Kultur und Übergabe stimmen. Wir identifizieren den Partner, der mehr ist als ein guter Preis.

  • 04

    Verkauf an Beteiligungsgesellschaft

    Sie wollen Wachstum finanzieren, eine Minderheit abgeben oder den ersten Teil eines mehrstufigen Exits realisieren. Beteiligungsgesellschaften sind aktive Eigentümer — wir helfen Ihnen, denjenigen mit der richtigen Branchen- und Wachstumsperspektive zu finden, und gestalten die Governance so, dass Sie operativ handlungsfähig bleiben.

Worauf wir achten

Drei Schwerpunkte.

  • 01

    Käuferqualität vor Käuferquantität.

    Fünfzehn ernsthafte Käufer mit Strategie- oder Investitionslogik sind in der Verhandlung mehr wert als achtzig unverbindliche Interessenten. Wir konzentrieren die Energie auf die Käufer, die tatsächlich kaufen wollen und können.

  • 02

    Vorbereitung schlägt Geschwindigkeit.

    Wer früh beginnt, seinen Unternehmensverkauf vorzubereiten, verhandelt aus der Position der Stärke — wirtschaftlich, persönlich und steuerlich. Drei bis fünf Jahre Vorlauf vor dem geplanten Übergabezeitpunkt sind keine Übervorsicht, sondern Standard.

  • 03

    Übergabe ist Teil des Mandats.

    Der Verkauf endet nicht beim Signing. Wir begleiten bis zur betrieblichen Übergabe, unterstützen bei der Kommunikation beispielsweise mit Banken und stehen für die 100 Tage nach Closing zur Verfügung.

Mehrwerte

Ihr Unternehmensverkauf — und was wir einbringen.

Sechs Punkte, an denen sich unsere Arbeit in jedem Mandat ablesen lässt.

  • Langjährige M&A-Erfahrung im Mittelstand

    Über fünfzehn Jahre Sell-side-Praxis. Mittelständische Transaktionen sind unser Tagesgeschäft, nicht ein Format unter vielen.

  • Käufer-Matching mit Augenmaß

    Wir identifizieren den Kreis von Käufern und Investoren, der zu Größe, Strategie und Übergabevorstellung passt — und sprechen ihn persönlich an.

  • Strukturierte Prozessführung

    Vom Information Memorandum über NBO bis zum SPA — ein erprobter Ablauf, der Wettbewerb hält und Vertraulichkeit wahrt.

  • Nationales und internationales Investorennetzwerk

    Eingespielte Kontakte zu Family Offices, Industriepartnern und Finanzinvestoren in der DACH-Region und ausgewählten europäischen Märkten.

  • Flexibilität in Tempo und Struktur

    Wir passen Käuferkreis, Verfahren und Geschwindigkeit an Ihre Situation an — Standardprozess, individuell justiert.

  • Belastbares Expertennetzwerk

    Anwälte, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Branchenkenner, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten — schnell verfügbar, ohne Reibungsverluste.

Aus der Praxis

Drei Mandate, drei Stimmen.

Anonymisierte Auswahl aus jüngeren Sell-side-Mandaten — stellvertretend für die Bandbreite an Sektoren, Käufern und Übergabewegen, mit denen wir arbeiten.

  • Präzisionsgefertigtes Edelstahl-Bauteil auf heller Werkstatt-Oberfläche im Tageslicht — symbolisch für ein Maschinenbau-Mandat
    Maschinenbau 2025

    Verkauf eines familiengeführten Maschinenbauers

    an einen skandinavischen Industriekonzern

    Eichenbach agierte als alleiniger Sell-side-Berater.

    Vom Mandat bis zum Closing waren wir nie allein im Raum. Eichenbach hat den Prozess geführt — die Entscheidungen blieben bei uns.

    Geschäftsführender Gesellschafter
  • Sauber organisierte Netzwerk-Verkabelung in einem hellen IT-Infrastrukturraum bei Tageslicht — symbolisch für ein IT-Dienstleister-Mandat
    Software · SaaS 2026

    Mehrheitsbeteiligung an einem norddeutschen IT-Dienstleister

    durch eine deutsche Beteiligungsgesellschaft

    Eichenbach agierte als alleiniger Sell-side-Berater.

    Die Käuferansprache war diszipliniert — fünf ernsthafte Gespräche statt fünfzig Anfragen. Genau das, was wir uns gewünscht haben.

    Gründer und CEO
  • Klare Glasvials und Pipette auf weißer Laborbank im Tageslicht — symbolisch für ein Healthcare-Mandat
    Healthcare · Medtech 2023

    Verkauf eines Spezialanbieters für medizintechnisches Zubehör

    an einen europäischen Strategen

    Eichenbach agierte als alleiniger Sell-side-Berater.

    Zwei Jahre Vorbereitung, am Ende drei verbindliche Angebote. Die Übergabe haben sie noch sechs Monate begleitet — wie verabredet.

    Vorstandsvorsitzender

Aus Gründen der Vertraulichkeit werden Mandanten und Transaktionsdetails anonymisiert dargestellt. Referenzen mit Namensnennung auf Anfrage.

Fragen & Antworten

Was Verkäufer am häufigsten fragen.

Offene Antworten auf die Fragen, die in fast jedem Erstgespräch auftauchen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Unternehmensverkauf?

Das hängt stark von Ihrem Unternehmen, der aktuellen Marktposition und den Gründen für den Verkauf ab. Wirtschaftlich erzielt man den größten Erfolg in einer Phase stetigen Wachstums, bei stabilem Marktumfeld mit gesicherter Auftragslage und einer starken zweiten Managementebene. Wer aus der Position der Stärke verkauft, erzielt nicht nur bessere Konditionen, sondern behält auch mehr Entscheidungsspielraum über Käufer, Struktur und Übergabe-Tempo. Es ist nie zu früh, mit der Planung des Ausstiegs zu beginnen — je mehr Zeit für die Vorbereitung bleibt, desto besser lässt sich der Verkauf in ein günstiges Marktfenster legen. Sprechen Sie früh mit uns, um sich über den richtigen Zeitpunkt beraten zu lassen.

Mit welchem Kaufpreis kann ich für mein Unternehmen rechnen?

Die am häufigsten gestellte Frage — und die am wenigsten pauschal zu beantwortende. Im Mittelstand werden Kaufpreise typischerweise als Multiple auf das nachhaltige EBITDA gebildet, häufig im Bereich des sechs- bis zwölffachen, in einzelnen Sektoren auch deutlich darüber oder darunter. Welcher Multiple realistisch ist, hängt von Branche, Wachstumsprofil, Marktposition, Wiederholbarkeit der Umsätze, Kunden- und Lieferantenkonzentration, der zweiten Managementebene und der aktuellen Marktphase ab. Hinzu kommen Anpassungen für Nettofinanzschulden und Working Capital, die den ausgezahlten Kaufpreis spürbar verschieben können. Zu Beginn eines Mandats erstellen wir eine transaktionsorientierte Bewertung auf Basis anerkannter Verfahren (DCF und Multiplikator) — als belastbare Grundlage für die Verhandlung. Eine seriöse Kaufpreisindikation ohne Kenntnis Ihres Unternehmens, Ihrer Zahlen und der aktuellen Marktdaten geben wir nicht — und raten dazu, auch anderen mit Skepsis zu begegnen, die das tun.

Wie lange dauert ein Unternehmensverkauf?

Der Verkaufsprozess vom Mandat bis zum Closing kann unterschiedlich lang dauern und hängt von der individuellen Unternehmens- und Unternehmersituation ab. In der Regel rechnen wir mit etwa 9–12 Monaten ab Mandatierung bis zum Abschluss. Der Prozess lässt sich typischerweise in drei Phasen einteilen, die jeweils etwa drei bis vier Monate andauern: Verkaufsvorbereitung; Käuferansprache und Sondierungsgespräche; Due Diligence und SPA-Verhandlung. Hinzu kommt die Übergabephase nach Closing — je nach Vereinbarung weitere drei bis zwölf Monate.

Wie wird Vertraulichkeit gewahrt?

Die Vertraulichkeit wird auf mehreren Ebenen gewahrt. Vor der Mandatierung und der Übergabe detaillierter Informationen zu wirtschaftlichen Verhältnissen, rechtlichen Rahmenbedingungen und ähnlichem zeichnen wir mit unseren Mandanten ein NDA. Nach Aufbereitung dieser Daten werden potenzielle Investoren über ein anonymisiertes Kurzprofil (Teaser) angesprochen — der wahre Name des Zielunternehmens wird erst nach Unterzeichnung eines NDAs preisgegeben. Auch das Information Memorandum wird nur nach NDA-Unterzeichnung weitergereicht. Vertrauliche Unterlagen wie Bilanzen oder Verträge werden nicht unverschlüsselt per E-Mail versendet, sondern streng kontrolliert und DSGVO-konform über einen sicheren, in Deutschland gehosteten Datenraum bereitgestellt — „Made & Hosted in Germany“. Der Zugriff ist personalisiert; Downloads und Ausdrucke laufen über Rollen- und Rechtekonzepte und sind nachweisbar protokolliert. Der Datenraum ist personenbezogen revisionssicher geloggt. Pressemeldungen erscheinen ausschließlich nach Ihrer ausdrücklichen Freigabe. Mitarbeitende, Kunden und Lieferanten erfahren erst zum vereinbarten Zeitpunkt von der Transaktion.

Wer sind die typischen Käufer im deutschen Mittelstand?

Die Käufergruppen lassen sich grundsätzlich in drei Kategorien einordnen. Erstens: strategische Käufer — meist Wettbewerber oder Unternehmen aus angrenzenden Branchen, die nach horizontaler oder vertikaler Portfolioergänzung suchen, um Synergieeffekte zu heben. Zweitens: Beteiligungsgesellschaften, also Finanzinvestoren (Private Equity oder Family Offices), die das Unternehmen aktiv weiterentwickeln. Drittens: MBI- oder MBO-Kandidaten — externe oder interne Manager, die das Unternehmen häufig über eine Mischung aus Bankenfinanzierung, Verkäuferdarlehen und eigenem Eigenkapital übernehmen, gegebenenfalls finanzinvestor-gestützt.

Warum kann eine Rückbeteiligung am verkauften Unternehmen lohnend sein?

Bei einem Verkauf an eine Beteiligungsgesellschaft oder einen Strategen ist es üblich, dass Verkäufer einen Teil ihres Erlöses als Minderheitsbeteiligung im Unternehmen reinvestieren — die sogenannte Rückbeteiligung. Drei Gründe, warum sich das lohnen kann: Erstens partizipieren Sie an der Wertsteigerung unter dem neuen Eigentümer — bei einem PE-Investor häufig mit einem zweiten Exit nach drei bis sieben Jahren („second bite of the apple“), der in günstigen Fällen Erlöse in der Größenordnung des ersten Verkaufs bringt. Zweitens signalisiert die Rückbeteiligung Käufer und Management Vertrauen in die Fortführung des Geschäfts — das erleichtert die Verhandlung und stabilisiert den Übergang. Drittens lassen sich steuerliche Effekte gezielt strukturieren. Die Kehrseite: Die Anteile bleiben unter neuer Governance gebunden, typischerweise mit Drag- und Tag-along-Rechten. Sinnvoll ist die Rückbeteiligung vor allem dann, wenn Sie an die Wachstumsthese des Käufers glauben und einen mittelfristigen Horizont haben.

Wie ist ein Earn-Out zu beurteilen – Fluch und Segen für Verkäufer?

Ein Earn-out ist ein erfolgsabhängiger Kaufpreisbestandteil, der über eine definierte Periode nach Closing in Abhängigkeit von zukünftigen Kennzahlen (Umsatz, EBITDA, Marge) fließt. Der Segen: Er kann Wertvorstellungslücken zwischen Verkäufer und Käufer überbrücken — und bei guter Geschäftsentwicklung den Gesamtkaufpreis spürbar erhöhen. Der Fluch: Nach Closing entscheidet der neue Eigentümer über Investitionen, Personal und Strategie — und damit über die Basis Ihrer Restzahlung. Schlecht gestaltete Earn-outs führen regelmäßig zu Streit über Bilanzierung, Investitionsentscheidungen und Reportingstandards. Unsere Empfehlung: Earn-outs nur einsetzen, wenn die Kennzahlen objektiv messbar, die Laufzeit überschaubar (typischerweise ein bis drei Jahre) und die Schutzklauseln scharf formuliert sind. Wenn das nicht möglich ist, raten wir ab.

Was ist eine Vendor Due Diligence — und brauche ich sie?

Eine Vendor Due Diligence ist eine vom Verkäufer beauftragte, neutral durch einen Wirtschaftsprüfer erstellte Due-Diligence-Dokumentation. Sie wird im Datenraum bereitgestellt und kann von der Käuferseite genutzt werden. Vorteil: weniger Aufwand für mehrere Käufer-DDs parallel, höhere Verbindlichkeit der Verhandlungsgrundlage, weniger Garantierisiken. Grundsätzlich eignet sich eine Vendor Due Diligence besonders bei Unternehmen mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 25 Mio. €.

Warum soll ich einen M&A-Berater beauftragen, ich habe doch einen Steuerberater?

Steuerberater und M&A-Berater übernehmen unterschiedliche Rollen — beide werden im Verkaufsprozess gebraucht, ersetzen sich aber nicht gegenseitig. Ihr Steuerberater kennt Ihre Zahlen, Ihre Strukturen und Ihre persönliche steuerliche Situation; im Transaktionsprozess verantwortet er typischerweise die steueroptimale Verkaufsstruktur und die Steuerklauseln im SPA. Was er im Regelfall nicht leistet: einen strukturierten Käuferprozess führen, das Information Memorandum schreiben, die Käuferansprache koordinieren, Wettbewerb zwischen Bietern aufbauen, indikative Angebote verhandeln, die Due Diligence steuern und den SPA gegen die Käuferseite durchsetzen. Das ist Vollzeitarbeit über neun bis zwölf Monate und erfordert ein eingespieltes Netzwerk zu Investoren, Strategen und Beratern. Ein M&A-Berater bringt diesen Prozess — Ihr Steuerberater bleibt in seiner Rolle und arbeitet mit uns Hand in Hand.

Schlüsselbegriffe

Die Sprache der Transaktion.

Zehn Begriffe, die im Verkaufsprozess immer wiederkehren — kurz erklärt, damit Sie in jedem Gespräch wissen, worum es geht.

Teaser
Anonymisiertes Kurzprofil des Zielunternehmens — meist ein bis zwei Seiten — für die Erstansprache potenzieller Käufer. Enthält Branche, Geografie, Größenordnungen und Investmentthese, aber nicht den Namen. Erst nach unterzeichnetem NDA folgt das Information Memorandum.
Information Memorandum (IM)
Das ausführliche, vertrauliche Verkaufsdokument für interessierte Käufer. Enthält Geschäftsmodell, Markt, Finanzkennzahlen, Wachstumsstory. Wird erst nach unterzeichnetem NDA geöffnet.
Letter of Intent (LOI)
Vorvertragliche Absichtserklärung, die nach den indikativen Angeboten mit dem oder den präferierten Käufer(n) verhandelt wird. Fixiert Preis, Struktur, Exklusivität und Eckpunkte.
Due Diligence (DD)
Systematische Prüfung des Unternehmens durch den Käufer (Financial, Tax, Legal, Commercial, ggf. Technical, ESG). Im Mittelstand typischerweise vier bis acht Wochen.
Share Purchase Agreement (SPA)
Der eigentliche Kaufvertrag. Regelt Kaufpreis, Garantien, Freistellungen, Vollzugsbedingungen, Übergabemodalitäten. Das zentrale Dokument der Transaktion.
Earn-out
Erfolgsabhängiger Kaufpreisbestandteil, der nach Closing über eine definierte Periode in Abhängigkeit von zukünftigen Kennzahlen fließt.
MAC-Klausel
Material Adverse Change. Vertragliche Klausel im SPA, die dem Käufer ein Rücktrittsrecht zwischen Signing und Closing bei wesentlicher nachteiliger Veränderung gibt. Wird scharf verhandelt.
Locked Box
Kaufpreismechanismus, bei dem der Preis auf Basis eines vergangenen Bilanzstichtags fixiert ist und keine Kaufpreisanpassung mehr nach Closing erfolgt. Alternative: Closing Accounts.
Closing Accounts
Alternativer Kaufpreismechanismus zur Locked Box: Der Kaufpreis wird auf Basis einer zum Closing-Stichtag erstellten Bilanz nachträglich angepasst — typischerweise über Working Capital, Nettofinanzschulden und Cash. Aufwendiger in der Abwicklung, präziser bei volatiler Geschäftsentwicklung.
Signing und Closing
Signing = Vertragsunterzeichnung. Closing = Vollzug, an dem der Kaufpreis fließt und die Anteile übergehen. Dazwischen liegen typischerweise vier bis zwölf Wochen mit Vollzugsbedingungen.
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  • Erstgespräch ohne Verpflichtung
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Georg Mayer, M.Sc. — Ansprechpartner bei Eichenbach

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Georg Mayer, M.Sc.

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