Belastbare Bewertung als Entscheidungsgrundlage.
Unabhängige Unternehmensbewertung für Transaktionen, Nachfolge, Auseinandersetzungen und strategische Entscheidungen — methodisch, transparent dokumentiert.
Bewertung mit Methode.
Eine belastbare Bewertung ist mehr als ein angesetztes Multiple. Wir kombinieren mehrere Verfahren, prüfen Annahmen kritisch und dokumentieren die Grundlage so, dass sie auch unter Verhandlungsdruck oder vor Gericht trägt.
Der Zweck einer Bewertung bestimmt ihre Form. Eine Transaktionsbewertung muss in Verhandlungen tragen. Eine steuerliche Bewertung muss vor dem Finanzamt bestehen. Eine gerichtliche Bewertung muss vor einem Schiedsgericht oder Spruchverfahren standhalten. Wir wählen Methodik, Tiefe und Dokumentationsgrad nach Adressat und Anlass.
Unsere Bewertungen kombinieren DCF, Multiples und — wo anwendbar — Substanz- und Ertragswertverfahren. Wir triangulieren die Ergebnisse, erklären Abweichungen, formulieren eine begründete Wertbandbreite und legen Annahmen offen. Keine Punktangabe ohne Bandbreite. Keine Bandbreite ohne erklärte Werttreiber.
Vier Verfahren, eine Bandbreite.
Welche Verfahren angewendet werden, hängt vom Zweck der Bewertung, dem Adressaten und der Datenlage ab.
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DCF-Verfahren
Discounted Cashflow als methodisches Fundament. Wir plausibilisieren die Planung über drei bis fünf Jahre, leiten den Diskontierungssatz (WACC) aus Marktdaten ab und führen eine Sensitivitätsanalyse für die zentralen Werttreiber durch — Umsatzwachstum, Margen, Investitionsquote, Working Capital. Das DCF-Verfahren bildet die wirtschaftliche Logik des Unternehmens am genauesten ab und ist die international anerkannte Standard-Methode für Transaktionsbewertungen.
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Multiple-Verfahren
Bewertung über Vergleichstransaktionen und gelistete Peers. Wir identifizieren transaktions- und länderspezifisch passende Vergleichsfälle (Trading Multiples und Transaction Multiples), bereinigen Sondereffekte und passen für Größe, Marktposition und Wachstum an. Multiples sind nützlich als Plausibilisierung und Verhandlungsgrundlage — aber kein Verfahren funktioniert in jeder Branche gleich gut. Bewertung ohne methodische Reflexion ist kein Multiple, sondern eine Vermutung.
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Substanz- und Ertragswert
Für vermögensintensive Unternehmen (Immobilien, Anlagen, Bestände) ergänzen wir die Bewertung um den Substanzwert. Für familieninterne Bewertungen, Schenkungs- und Erbfälle sowie Spruchverfahren wenden wir das IDW-S1-Ertragswertverfahren an — die in Deutschland für gerichtliche und steuerliche Zwecke maßgebliche Methode. Die Methode richtet sich nach Zweck und Adressat der Bewertung.
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Triangulation
Die Ergebnisse der angewandten Verfahren werden ins Verhältnis gesetzt, Abweichungen erklärt, eine belastbare Wertbandbreite formuliert. Keine Punktangabe ohne Bandbreite, keine Bandbreite ohne erklärte Werttreiber. Das Gutachten dokumentiert Annahmen, Methodik und Ergebnis so, dass jede Aussage nachvollziehbar und prüfbar bleibt — auch unter Verhandlungsdruck oder vor Gericht.

Wann eine Bewertung trägt.
Vier wiederkehrende Konstellationen — jede mit eigenem Adressaten und eigener Methodik.
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Transaktion
Verkauf, Kauf, Joint Venture, Earn-out-Anpassung. Die Bewertung dient als Verhandlungsgrundlage, als Erwartungsmanagement gegenüber Eigentümern und als methodische Klammer im Prozess. Bei Sell-side legt sie die Preisuntergrenze fest, bei Buy-side die Bewertungsdisziplin.
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Nachfolge
Familieninterne Übergabe, Management-Buy-out, Schenkungs- und Erbfälle. Die Bewertung ist die Grundlage für Steuer- und Vermögensplanung — und für die faire Auseinandersetzung mit Geschwistern, weiterhin tätigen Familienmitgliedern oder Pflichtteilsberechtigten. Hier zählen Methodik und Dokumentation besonders.
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Streit
Gesellschafterauseinandersetzungen, Abfindungen, Spruchverfahren, gerichtliche Gutachten. Wenn die Bewertung vor einem Gericht oder Schiedsgericht bestehen muss, zählt jede Annahme. Wir liefern Gutachten, die methodisch sauber, transparent dokumentiert und für die Gegenseite überprüfbar sind.
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Strategie
Beteiligungsbewertung, Impairment-Test, Carve-out-Vorbereitung, Kapitalmaßnahmen, Eintrittspreis für neue Gesellschafter. Die Bewertung ist Entscheidungsgrundlage im Vorstand, Beirat oder Aufsichtsrat — und Pflichtinformation für Banken und Investoren.
Drei Schwerpunkte.
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Methodik kombinieren.
Kein Verfahren ist allein zuverlässig. DCF, Multiples und Substanz/Ertragswert ergänzen sich — die Triangulation ergibt das belastbare Bild.
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Annahmen transparent.
Eine Bewertung trägt nur, wenn ihre Annahmen offengelegt und plausibilisiert sind. Wir dokumentieren, was wir angesetzt haben und warum.
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Gerichtsfest dokumentiert.
Wenn die Bewertung vor Gericht oder im Streit gebraucht wird, zählt jede Quelle, jede Annahme, jede Sensitivität. Wir bauen Gutachten, die diesen Test bestehen.
Was Auftraggeber am häufigsten fragen.
Was ist der Unterschied zwischen einer Bewertung und einer Indikation?
Eine Indikation ist eine erste, oft datenarme Schätzung der Wertbandbreite — etwa für eine Strategiediskussion oder den Erstkontakt vor einem Verkaufsprozess. Eine Bewertung ist ein systematisches, methodisch begründetes Gutachten mit dokumentierten Annahmen, Daten und Sensitivitäten. Indikationen entstehen in Tagen, Bewertungen in vier bis acht Wochen.
Welche Methode ist die 'richtige'?
Die Frage nach dem 'richtigen' Verfahren ist die falsche. Jede Methode hat ihren Adressaten und Zweck: DCF für Transaktionen mit belastbarer Planung, Multiples für Plausibilisierung und Marktreferenz, IDW S1 für gerichtliche und steuerliche Zwecke, Substanzwert für vermögensintensive Fälle. Wir wählen die Kombination, die zur Fragestellung passt — meist sind es zwei bis drei Verfahren.
Wer ist Adressat des Gutachtens — und warum spielt das eine Rolle?
Bewertungen für einen Verkauf adressieren Käufer und ihre Berater. Bewertungen für ein Spruchverfahren adressieren das Gericht und den gegnerischen Gutachter. Bewertungen für eine Schenkung adressieren das Finanzamt. Adressat und Zweck bestimmen Methodik, Tiefe der Dokumentation und Konservativität der Annahmen.
Wie lange dauert eine Bewertung?
Eine indikative Bewertung erstellen wir in zwei bis vier Wochen. Eine vollständige, gutachtenfähige Bewertung mit DCF-Modell, Multiples-Analyse, Triangulation und schriftlichem Bericht liegt bei vier bis acht Wochen — abhängig von Datenqualität, Komplexität und Anlass. Spruchverfahrens-Gutachten brauchen oft länger.
Was kostet eine Unternehmensbewertung?
Die Kosten richten sich nach Umfang und Tiefe. Eine indikative Bewertung mit zwei Verfahren liegt typischerweise im niedrigen fünfstelligen Bereich. Ein vollständiges, gerichtsfestes Gutachten mit ausführlicher Dokumentation kostet entsprechend mehr. Wir kalkulieren auf Stundenbasis oder mit Pauschale, vorab vereinbart und transparent.
Können Sie auch unter Zeitdruck arbeiten?
Ja — wir haben Erfahrung mit Eilbewertungen für laufende Transaktionen, Bankgespräche oder gerichtliche Termine. Eine sauber strukturierte Datengrundlage und klare Zielvorgabe vorausgesetzt, sind Bewertungen in zwei bis drei Wochen machbar. Auf Qualität gehen wir bei Eilfällen nicht herunter — wir verkürzen die Iterationsschleifen, nicht die Methodik.
Wie gehen Sie mit unsicheren Planungen um?
Unsichere Planungen sind die Regel, nicht die Ausnahme. Wir bilden sie über Szenarien ab — Base Case, Upside, Downside — und führen Sensitivitätsanalysen für die wichtigsten Werttreiber. Das Ergebnis ist keine einzelne Zahl, sondern eine begründete Wertbandbreite, die die Unsicherheit abbildet.
Bewerten Sie auch Minderheitsbeteiligungen?
Ja. Bei Minderheitsbeteiligungen kommen typischerweise Abschläge für eingeschränkte Kontrolle und Fungibilität zum Tragen. Wir leiten diese aus Vergleichstransaktionen und Marktstudien ab und dokumentieren die Höhe der Abschläge nachvollziehbar — gerade in familieninternen Auseinandersetzungen ein zentrales Thema.
Methoden und Begriffe der Bewertung.
- DCF (Discounted Cashflow)
- Bewertungsverfahren, das zukünftige Free Cashflows mit einem risikoangepassten Zinssatz (WACC) auf den Stichtag diskontiert. International die Standard-Methode für Transaktionsbewertungen.
- WACC
- Weighted Average Cost of Capital. Gewichteter Kapitalkostensatz aus Eigen- und Fremdkapital, der im DCF als Diskontierungssatz verwendet wird.
- Trading Multiples
- Bewertungskennzahlen (z.B. EV/EBITDA, EV/Umsatz) börsennotierter Vergleichsunternehmen. Marktreferenz, aber an Branche, Größe und Wachstum angepasst zu interpretieren.
- Transaction Multiples
- Bewertungskennzahlen aus tatsächlich abgewickelten M&A-Transaktionen vergleichbarer Unternehmen. Marktgerechter als Trading Multiples, aber Datenlage oft dünner.
- IDW S1
- Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland für Unternehmensbewertungen. Maßgeblich für gerichtliche, steuerliche und gesellschaftsrechtliche Zwecke (z.B. Spruchverfahren, Schenkungssteuer).
- Substanzwert
- Bewertung über die Summe der Vermögensgegenstände abzüglich Schulden, oft zu Wiederbeschaffungswerten. Ergänzendes Verfahren bei vermögensintensiven Unternehmen.
- Sensitivitätsanalyse
- Systematische Variation der zentralen Annahmen (Wachstum, Marge, WACC), um den Einfluss jedes Werttreibers auf das Bewertungsergebnis sichtbar zu machen.
- Spruchverfahren
- Gerichtliches Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit einer Abfindung nach gesellschaftsrechtlichen Maßnahmen (z.B. Squeeze-out, Verschmelzung). Bewertungen müssen IDW-S1-konform und prüffähig sein.
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