Das DCF-Verfahren prognostiziert die Free Cash Flows des Unternehmens über einen Detailplanungszeitraum (typischerweise 5–10 Jahre) und ermittelt einen Terminal Value für die anschließende Periode. Alle Cashflows werden mit dem WACC auf den Bewertungsstichtag diskontiert. Ergebnis: der Enterprise Value des Unternehmens.
Wie funktioniert das DCF-Verfahren?
Kritische Parameter
Drei Stellschrauben dominieren das Ergebnis: Wachstumsannahmen in der Detailplanung, Terminal Growth Rate und WACC (insbesondere das CAPM-abgeleitete Beta). Kleine Änderungen — etwa 50 Basispunkte WACC — können den Enterprise Value um 15–30 % bewegen. In Verhandlungen wird über jede dieser Annahmen gestritten.
Häufige Fragen
Wann ist DCF besonders aussagekräftig?
Bei Unternehmen mit stabilen, gut prognostizierbaren Cashflows: etablierte Mittelständler in reifen Branchen, langfristige Servicegeschäfte. Weniger geeignet: hochzyklische Geschäftsmodelle oder Wachstumsunternehmen ohne stabile Margen.
Warum reicht DCF allein nicht?
DCF ist sensitiv auf Annahmen und kann sich zu weit von Marktrealitäten entfernen. Standard ist die Kombination mit <a href='/glossar/comparable-companies' class='gloss-link'>Trading Multiples</a> und <a href='/glossar/precedent-transactions' class='gloss-link'>Precedent Transactions</a> — eine Bandbreite statt eines Punktwerts.