Im SPA gibt der Verkäufer eine Vielzahl von Garantien ab. Im Disclosure Letter listet er alle ihm bekannten Sachverhalte auf, die diese Garantien einschränken — zum Beispiel laufende Rechtsstreitigkeiten, bekannte Steuerprüfungen, Compliance-Vorfälle. Was im Disclosure Letter steht, gilt als „offengelegt" und kann grundsätzlich keine Schadenersatzansprüche mehr begründen.
Wie funktioniert der Disclosure Letter?
Häufige Fragen
Wie detailliert muss die Offenlegung sein?
So konkret, dass ein verständiger Käufer den Umfang des Sachverhalts und seine wirtschaftlichen Konsequenzen erkennen kann. Pauschale Verweise auf den Datenraum reichen oft nicht — Käufer bestehen auf inhaltlicher Offenlegung.
Wer trägt das Risiko unbekannter Sachverhalte?
Grundsätzlich der Verkäufer — was er nicht offenlegt, bleibt unter den Garantien. Manche Strukturen sehen vor, dass nur arglistig verschwiegene Sachverhalte zur Haftung führen — selten verhandelbar zugunsten des Verkäufers.