Die CAPM-Formel: Eigenkapitalkosten = risikofreier Zins + Beta × Marktrisikoprämie. Der risikofreie Zins wird aus deutscher Staatsanleihe abgeleitet, die Marktrisikoprämie aus historischer Mehrrendite des Aktienmarkts (typisch 5,5–7 %), das Beta bemisst die Schwankungsstärke des Zielunternehmens relativ zum Markt. CAPM speist die Eigenkapitalkosten-Komponente des WACC, der im DCF-Verfahren als Diskontierungszins dient.
Wie funktioniert CAPM?
Häufige Fragen
Woher kommt das Beta für nicht börsennotierte Unternehmen?
Aus Peer-Group-Vergleich börsennotierter Wettbewerber. Das Peer-Beta wird um Kapitalstruktur-Unterschiede bereinigt (Unlevern/Relevern) und auf das Zielunternehmen angewendet — eine wesentliche Verhandlungsstellschraube.
Wird CAPM im Mittelstand wirklich angewendet?
Ja — sowohl in Vendor- als auch in Käufer-DCF-Modellen. Die Eingabeparameter sind jedoch oft Verhandlungssache; in Streitbewertungen (Gutachten) werden sie strenger fundiert.