Im Closing-Accounts-Mechanismus wird das aktuelle Working Capital gegen einen vereinbarten Target Working Capital verrechnet. Liegt das tatsächliche Working Capital über dem Target → Käufer zahlt mehr (das Unternehmen bringt mehr 'normale' Liquidität mit). Liegt es darunter → Reduzierung des Kaufpreises. Das Target Working Capital wird im SPA-Anhang definiert, häufig auf Basis eines 12-Monats-Durchschnitts. Bei Locked Box: keine separate Working-Capital-Anpassung.
Wie wirkt Working Capital auf den Kaufpreis?
Häufige Fragen
Wie wird Target Working Capital ermittelt?
Typisch: 12-Monats-Durchschnitt der vergangenen Periode (LTM), saisonal bereinigt. Bei stark wachsenden Unternehmen können Sondervereinbarungen sinnvoll sein. Definition im SPA-Anhang als 'Working Capital Items' präzisiert.
Warum wird Working Capital so kontrovers verhandelt?
Weil Manipulationsmöglichkeiten bestehen: Kunden früher anzahlen, Lieferanten später zahlen, Lagerbestände temporär reduzieren — all das kann das Working Capital am Stichtag drücken und den Käuferzahlbetrag senken. SPA-Klauseln versuchen solche 'Window Dressings' zu verhindern, gelingt aber nur teilweise.