Die W&I-Versicherung sichert Schadenersatzansprüche aus Verletzungen der Garantien und/oder Freistellungen im SPA ab. Es gibt zwei Varianten: Buy-side W&I (Käufer ist Versicherter, häufiger) und Sell-side W&I (Verkäufer ist Versicherter, seltener). Prämien typisch 0,8–2,5 % der Versicherungssumme. Anbieter: spezialisierte Underwriter wie AIG, Beazley, Liberty Global Transaction Solutions, Tokio Marine.
Wie funktioniert W&I-Versicherung?
Wann lohnt sich W&I?
Bei Transaktionen ab 30 Mio. € häufig wirtschaftlich. Vorteile: Verkäufer erhält 'cleanen' Exit ohne Garantie-Restrisiken, Escrow kann reduziert oder ganz entfallen, Käufer hat versicherte Anspruchsbasis statt eines möglicherweise schwer durchsetzbaren Anspruchs gegen den Verkäufer (vor allem wenn dieser nach Closing keine substanzielle Bonität mehr hat).
Häufige Fragen
Was ist die typische Selbstbeteiligung?
Üblicherweise 0,1–0,5 % des Transaktionsvolumens. Darüber hinaus greift die Versicherung. Ähnlich strukturiert wie eine <a href='/glossar/de-minimis' class='gloss-link'>De-minimis</a>-Schwelle.
Was wird üblicherweise nicht versichert?
Bekannte Risiken aus der Due Diligence (im Disclosure Letter offengelegt), Steuer-Spezialrisiken (oft mit separater Tax-Liability-Versicherung absichert), strafrechtliche Sachverhalte, ESG-Großrisiken.