Run-rate hochrechnet eine kurzfristige Periode (häufig die letzten drei oder sechs Monate) auf 12 Monate. Beispiel: Q1-Umsatz × 4 = annualisierter Run-rate-Umsatz. Sinnvoll bei Unternehmen, deren letzte 12 Monate (LTM) nicht mehr die aktuelle Ertragskraft widerspiegeln — etwa nach erfolgreichem Markteintritt, größerem Kundengewinn oder nach Restrukturierung. Käufer akzeptieren Run-rate meist nur, wenn der Wachstumstrend sauber begründet ist.
Wie wird Run-rate ermittelt?
Häufige Fragen
Akzeptieren Käufer Run-rate-Bewertungen?
Mit Vorsicht. Run-rate kann manipuliert werden (Großauftrag im Q1, dann saisonale Schwäche). Käufer prüfen die Nachhaltigkeit der Run-rate-Basis intensiv — typischerweise mit nachweisbarem Trend über mehrere Quartale.
Wann ist Run-rate alternativ zu LTM?
Wenn ein materielles Ereignis (M&A-Integration, neuer Großkunde, Restrukturierung) das letzte Vollgeschäftsjahr ungenügend repräsentiert. Bei stabilen Geschäftsmodellen bleibt LTM der Standard.