Beim Erwerb eines Unternehmens zahlt der Käufer regelmäßig mehr als den Substanzwert (Eigenkapital plus stille Reserven). Die Differenz wird als Goodwill beim Käufer bilanziert — ein immaterieller Vermögenswert, der z. B. Markenwert, Kundenbeziehungen, qualifiziertes Personal und Synergie-Erwartungen widerspiegelt. Unter IFRS wird Goodwill nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf Werthaltigkeit getestet (Impairment Test).
Wie entsteht Goodwill?
Häufige Fragen
Was passiert bei einem Impairment Test?
Käufer prüft, ob der bilanzierte Goodwill noch werthaltig ist. Erfüllt das Unternehmen die ursprünglichen Erwartungen nicht (Umsatz-, Margen-, Cashflow-Ziele), muss eine Wertberichtigung vorgenommen werden — eine Goodwill-Abschreibung, die die GuV belastet.
Beeinflusst Goodwill die Kaufpreisverhandlung?
Indirekt — er ist Konsequenz, nicht Verhandlungsgegenstand. Käufer prüft jedoch im Bewertungsmodell, ob der zu zahlende Kaufpreis langfristig durch nachhaltige Cashflows gedeckt ist, um Impairment-Risiken zu vermeiden.