Ein Carve-out bedeutet, dass ein abgegrenzter Geschäftsbereich aus einer größeren Gesellschaft operativ und rechtlich verselbständigt wird, um ihn dann zu verkaufen. Im Unterschied zum reinen Asset Deal entsteht die zu verkaufende Einheit erst im Rahmen der Transaktion: IT-Systeme werden getrennt, Verträge übergeleitet, Verwaltungsfunktionen aufgebaut (Stand-alone-Fähigkeit).
Was ist ein Carve-out?
Typische Herausforderungen
Stand-alone-Fähigkeit (eigene IT, HR, Buchhaltung), Übergangs-Servicevereinbarungen (TSA) für Funktionen, die zunächst weiter aus dem Konzern bezogen werden, Übertragung von Schlüsselmitarbeitern (§ 613a BGB), Markenrechte, Kundenverträge mit Change-of-Control-Klauseln. Carve-outs dauern häufig 12–18 Monate von der Entscheidung bis zum Closing.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Carve-out und Spin-off?
Carve-out: Verkauf an einen Dritten gegen Bezahlung. <a href='/glossar/spin-off' class='gloss-link'>Spin-off</a>: Abspaltung an die Aktionäre der Muttergesellschaft, oft mit eigener Börsennotierung.
Wie lange dauert ein Carve-out-Prozess?
Typischerweise 12–18 Monate von der strategischen Entscheidung bis zum Closing — länger als ein klassischer Verkauf, weil die zu verkaufende Einheit erst entstehen muss.