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Restrukturierungs-Arbeitsplatz — Cashflow-Modelle, Covenant-Tracker und Lederportfolio im hellen Tageslicht
Betriebswirtschaftliche Beratung · Restrukturierung & Finanzierung

Wenn die Banken Fragen stellen — oder die Zahlen kippen.

Liquiditätssteuerung, Bankenverhandlung, Sanierungskonzept, Kapitalbeschaffung. Eichenbach begleitet, bis die Zahlen wieder tragen.

Selbstverständnis

Vorbereitung schlägt Improvisation.

Die meisten Unternehmenskrisen sind keine Ertragskrisen — sie sind Liquiditätskrisen. Und die meisten Liquiditätskrisen werden nicht von der Geschäftslage selbst, sondern vom Umgang mit Banken und Stakeholdern entschieden. Banken arbeiten konstruktiv mit vorbereiteten Geschäftsführungen. Improvisation kostet Vertrauen — und Vertrauen kostet Konditionen oder Spielraum.

Wir begleiten Mittelständler in Stress- und Sondersituationen: Liquiditätsengpässe, Covenant-Brüche, Bankenrestriktionen, Wachstumsfinanzierungen, Vorbereitung von Sanierungsgutachten. Die erste Maßnahme ist immer der 13-Wochen-Cashflow — die wichtigste Steuerungsinformation, die Sie und Ihre Banken brauchen.

Anschließend strukturieren wir die Kommunikation, bereiten Bankunterlagen vor, verhandeln Stundungen, Waiver oder neue Fazilitäten und steuern die operative Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen. Wir verlassen das Mandat, wenn ein normales Reporting wieder ausreicht — nicht früher.

Fünf Phasen

Wie wir die Stabilisierung führen.

Von der Lageaufnahme über die Bankenverhandlung bis zur operativen Stabilisierung — strukturiert und durchgehend begleitet.

  1. 01

    Liquidität & Lagebeurteilung

    Sofortige Aufstellung eines belastbaren 13-Wochen-Cashflows — die wichtigste Steuerungsinformation in jeder Stress- oder Sondersituation. Parallel: Stakeholder-Mapping (welche Banken, Investoren, Lieferanten, Behörden sind involviert?), Klärung der vertraglichen Verpflichtungen (Covenants, Tilgungen, Pfandrechte), ehrliche Beurteilung der Geschäftslage. Wir wissen typischerweise nach zehn bis vierzehn Tagen, wo wir wirklich stehen.

  2. 02

    Szenario-Modell

    Aus der Lagekarte entstehen Szenarien — Base Case (heutige Fortführung), Restrukturierungs-/Sanierungs-Case (mit operativen Maßnahmen), Worst Case (Rückzug aus einzelnen Geschäftsbereichen). Jedes Szenario mit GuV-, Bilanz- und Cashflow-Wirkung, Maßnahmenliste und Wirksamkeitsannahmen. Das Modell ist die gemeinsame Grundlage für alle Gespräche, die folgen.

  3. 03

    Banken & Stakeholder

    Kommunikation und Verhandlung mit den finanzierenden Banken und weiteren Stakeholdern. Vorbereitung professioneller Bankunterlagen (Lagebericht, Forecast, Maßnahmenplan), Steuerung der Gespräche, ggf. Pooling der Banken, Vereinbarung von Stillhalte-Abreden oder Restrukturierungsfazilitäten. Banken arbeiten konstruktiv mit Geschäftsführungen, die vorbereitet auftreten — und schwer mit denen, die improvisieren.

  4. 04

    Umsetzung

    Die operative Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen: Working-Capital-Optimierung, Kostensenkung, Verkauf nicht-strategischer Aktiva, ggf. Carve-out von Geschäftsbereichen, Kapitalbeschaffung. Wir steuern die Maßnahmen in der Linie und liefern den vereinbarten Standby-Bericht an Banken — meist monatlich, in Stresssituationen wöchentlich.

  5. 05

    Stabilisierung

    Wenn die akute Phase überstanden ist: Aufbau einer stabilen Steuerungsroutine, Covenant-Compliance, Wiederaufbau des Vertrauens gegenüber Banken und Lieferanten, Übergang in den Normalbetrieb. Wir verlassen das Mandat in der Regel, wenn ein normales Reporting wieder ausreicht — und nicht früher.

Vertrauliches Handshake-Closing — Symbol für strukturierte Bankenverhandlung
RestrukturierungBanken arbeiten konstruktiv mit Geschäftsführungen, die vorbereitet auftreten.
Typische Anlässe

Wann wir gerufen werden.

Vier wiederkehrende Konstellationen — von akuten Liquiditätsfragen bis zur strukturierten Wachstumsfinanzierung.

  • 01

    Liquiditätsengpass

    Die Liquidität reicht nicht für die nächsten drei bis sechs Monate, Banken signalisieren Sondereffekte, Lieferanten verkürzen Zahlungsziele. Wir bauen den 13-Wochen-Cashflow auf, identifizieren die kurzfristigen Hebel (Working Capital, Stundungen, Übergangsfazilitäten) und stabilisieren die Lage in zwei bis vier Wochen.

  • 02

    Covenant-Bruch oder Bankenrestriktion

    Eine Kennzahl unterschreitet die im Kreditvertrag vereinbarte Schwelle, die Banken haben Sondertilgungs- oder Kündigungsrechte. Wir übernehmen die Kommunikation, bereiten die Bankenrunde vor und verhandeln Waiver oder Anpassungen — bevor die Lage eskaliert.

  • 03

    Wachstumsfinanzierung

    Das Unternehmen wächst schneller als das Working Capital, die bestehende Bankenstruktur trägt nicht mehr. Wir strukturieren die Finanzierung um — Erweiterung der Kontokorrentlinien, Faktoring, Mezzanine-Kapital, Eigenkapital-Beteiligung — und führen die Verhandlungen.

  • 04

    Vorbereitung Sanierungsgutachten

    Banken verlangen ein Sanierungsgutachten nach IDW S6, bevor weitere Mittel zur Verfügung gestellt werden. Wir bauen das Modell auf, koordinieren mit dem mandatierten Gutachter und stellen sicher, dass das Konzept operativ trägt — nicht nur formal.

Worauf wir achten

Drei Schwerpunkte.

  • 01

    Liquidität zuerst.

    Wer in Sondersituationen die Liquidität nicht im Griff hat, verhandelt aus der Defensive. Der 13-Wochen-Cashflow ist die erste Maßnahme jeder Restrukturierung.

  • 02

    Glaubwürdigkeit gegenüber Banken.

    Banken arbeiten konstruktiv mit vorbereiteten Geschäftsführungen — und schwer mit improvisierenden. Wir sorgen für die Vorbereitung, die Banken erwarten.

  • 03

    Umsetzung, nicht nur Konzept.

    Sanierungskonzepte ohne operative Umsetzung sind Papier. Wir steuern die Maßnahmen in der Linie und liefern das vereinbarte Reporting bis zur Stabilisierung.

Fragen & Antworten

Was Geschäftsführungen am häufigsten fragen.

Was ist ein IDW-S6-Gutachten?

Ein Sanierungsgutachten nach dem Standard IDW S6 ist eine formell strukturierte Stellungnahme zur Sanierungsfähigkeit eines Unternehmens. Es wird typischerweise von Banken als Voraussetzung für weitere Finanzierungen oder Stundungen verlangt und muss von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer erstellt werden. Wir bereiten das Unternehmen darauf vor, koordinieren mit dem Gutachter und stellen die operative Tragfähigkeit sicher.

Wann braucht es ein Sanierungsgutachten?

Sobald die Banken Zweifel an der Tragfähigkeit der Finanzierung haben — bei Covenant-Bruch, bei Anschluss­finanzierung in Krisensituationen, bei Stundungs- oder Restrukturierungsabreden. Auch im Vorfeld eines Insolvenzantrags zur Vorbereitung eines Schutzschirm- oder Eigenverwaltungsverfahrens. Wir prüfen mit Ihnen, ob ein Gutachten unausweichlich ist oder durch frühzeitige Kommunikation vermeidbar.

Stille Sanierung oder offenes Verfahren?

Die stille Sanierung (außergerichtlich, ohne Insolvenzverfahren) ist immer die bevorzugte Variante, solange Liquidität und Vertrauen ausreichen. Sie schützt Marke, Kunden und Mitarbeitende. Offene Verfahren (Schutzschirm, Eigenverwaltung, Insolvenz) bieten zusätzliche Sanierungsinstrumente, aber zu Lasten der Außendarstellung. Wir bewerten beide Wege offen.

Wie reagieren Banken üblicherweise?

Konstruktiv, wenn die Geschäftsführung vorbereitet ist und transparent kommuniziert — restriktiv, wenn sie überrascht wird. Banken haben in Stresssituationen wenig Interesse an Eskalation: ein gut vorbereiteter Restrukturierungsplan, professionelles Reporting und ehrliche Lagedarstellung erhöhen die Chance auf konstruktive Lösungen erheblich.

Mezzanine, Eigenkapital oder Fremdkapital?

Hängt von der Situation ab. Klassisches Fremdkapital (Bankenkredit) ist günstig, aber an Kennzahlen-Anforderungen gebunden. Mezzanine-Kapital ist teurer, aber flexibler in den Konditionen. Eigenkapital (Beteiligungsgesellschaft oder strategischer Investor) ist am teuersten, aber stärkt die Bilanzstruktur. Häufig die richtige Antwort: eine Kombination aus mehreren Instrumenten.

Was kostet die Begleitung?

In akuten Situationen arbeiten wir auf Tages- oder Monatsbasis mit klarem Mandatsumfang. Bei längeren Mandaten kommen monatliche Pauschalen zum Einsatz, ggf. mit Erfolgskomponente bei der Verhandlung von Restrukturierungsfazilitäten oder neuem Kapital. Konditionen werden vorab schriftlich definiert.

Wie schnell können Sie starten?

In akuten Stresssituationen typischerweise innerhalb von 48 bis 72 Stunden — wir können den 13-Wochen-Cashflow innerhalb der ersten Woche aufstellen und die Stakeholder-Kommunikation strukturieren. Bei weniger akuten Situationen planen wir den Start gemeinsam mit Ihnen.

Wann ist es zu spät?

Selten so spät, wie es sich anfühlt. Aber: je früher die Stakeholder eingebunden werden, desto mehr Optionen stehen offen. Spätestens wenn die Banken kommunizieren oder die Liquidität für die nächsten dreißig Tage nicht gesichert ist, sollte ein Erstgespräch stattfinden. Auch in scheinbar ausweglosen Lagen gibt es häufig konstruktive Wege — wenn sie früh genug eröffnet werden.

Schlüsselbegriffe

Die Sprache der Restrukturierung.

13-Wochen-Cashflow
Wöchentliche Liquiditätsplanung über die nächsten 13 Wochen. In Stress- und Restrukturierungssituationen das wichtigste Steuerungsinstrument — und meist die erste Maßnahme einer Begleitung.
IDW S6
Standard des Instituts der Wirtschaftsprüfer für die Erstellung von Sanierungsgutachten. Wird häufig von Banken in Krisensituationen verlangt; muss von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer erstellt werden.
Covenants
Vertragliche Kennzahlen-Auflagen aus Kreditverträgen (z.B. Verschuldungsgrad, Mindest-EBITDA, Eigenkapitalquote). Verletzungen lösen Sondertilgungsrechte oder Kündigungen aus.
Waiver
Vertraglich vereinbarter Verzicht der Bank auf Rechtsfolgen einer Covenant-Verletzung — meist befristet, oft an Reporting-Auflagen und ggf. Restrukturierungsmaßnahmen geknüpft.
Stille Sanierung
Außergerichtliche Restrukturierung ohne formelles Insolvenzverfahren. Bevorzugt, solange Liquidität und Bankvertrauen ausreichen.
Schutzschirmverfahren / Eigenverwaltung
Insolvenzrechtliche Verfahren, die der Geschäftsführung erhebliche Handlungsspielräume belassen. Bieten zusätzliche Sanierungsinstrumente, aber auf Kosten der Außenkommunikation.
Mezzanine-Kapital
Hybrid-Finanzierungsform zwischen Eigen- und Fremdkapital (z.B. Nachrangdarlehen, stille Beteiligung). Teurer als klassisches Fremdkapital, aber flexibler und bilanziell oft als Eigenkapital anerkannt.
Sicherheitenpool
Vertragliche Zusammenfassung der Banksicherheiten mehrerer Kreditgeber unter einem Sicherheiten-Treuhänder. Häufiger Bestandteil von Restrukturierungsvereinbarungen.
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Georg Mayer, M.Sc. — Ansprechpartner bei Eichenbach

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